Bundeskabinett bringt Entlastung bei der EEG-Umlage auf den Weg

Mit einem festen CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne wird 2021 der nationale Emissionshandel starten, daraus entstehende Einnahmen können zur Entlastung der EEG-Umlage eingesetzt werden. Mit diesen beiden Beschlüssen setzte das Bundeskabinett den im Vermittlungsausschuss erreichten Kompromiss um.

Im Dezember hatten sich Bund und Länder im Vermittlungsausschuss auf höhere CO2-Preise und mehr Entlastung bei der EEG-Umlage verständigt. Die entsprechenden Regelungen hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen. Demnach wird der nationale Emissionshandel 2021 mit einem fixen CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne starten – einer Mitteilung der Ministerriege zufolge entspricht das brutto 7 Cent pro Liter Benzin, 8 Cent pro Liter Diesel, 8 Cent pro Liter Heizöl und 0,5 Cent pro Kilowattstunde Erdgas. Bis zum Jahr 2025 sollen die Zertifikate mit einem auf 55 Euro ansteigenden Festpreis ausgegeben werden, ab 2026 soll der Preis dann durch Versteigerungen ermittelt werden. Für 2026 ist ein Preiskorridor von 55 Euro bis 65 Euro pro Tonne CO2 vorgegeben. Das nationale Emissionshandelssystem tritt neben den EU-Emissionshandel für große Industrieanlagen und Kraftwerke und erfasst alle Brennstoffemissionen, die nicht bereits im EU-Emissionshandel mit einem CO2-Preis belegt sind – unabhängig vom Sektor, in dem die Brennstoffe eingesetzt werden.

Um Einnahmen aus dem Verkauf der Emissionsrechte als Bundeszuschuss zur anteiligen Finanzierung der EEG-Umlage einsetzen zu können, hat das Bundeskabinett am Mittwoch auch eine Änderung der Erneuerbare-Energien-Verordnung (EEV) beschlossen. Ziel ist es, Haushalte und Unternehmen ab dem 1. Januar 2021 bei der EEG-Umlage zu entlasten. Diese EEV-Änderung muss jedoch noch vom Bundestag abgesegnet werden. „Da die Übertragungsnetzbetreiber die EEG-Umlage für das Kalenderjahr 2021 am 15. Oktober 2020 veröffentlichen, ist das Inkrafttreten der Änderungen noch vor diesem Termin im Herbst 2020 geplant“, teilte das Bundeskabinett mit. Über die Bereitstellung der Mittel sowie über deren Höhe werden Bundesregierung und Haushaltsgesetzgeber demnach in den Haushaltsverfahren entscheiden.

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EWI plädiert bei nationaler Wasserstoffstrategie für Technologieneutralität

Das Energiewirtschaftliche Institut an der Kölner Universität spricht sich dafür aus, nicht nur auf grünen, sondern auch auf blauen und türkisen Wasserstoff zu setzen. Der stockende Ausbau der erneuerbaren Energien hemme den Aufbau einer rein grünen Wasserstoffwirtschaft.

Die Bundesregierung plant, entweder am 20. oder am 27. Mai die nationale Wasserstoffstrategie zu verabschieden. Das hätte schon Ende letzten Jahres geschehen sollen. Doch zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft auf der einen und denen für Umwelt sowie für Bildung und Forschung auf der anderen Seite gab es in wichtigen Fragen unterschiedliche Positionen, was die Verabschiedung der Strategie verzögert hat. Ein zentraler Streitpunkt: Soll Deutschland künftig allein auf grünen Wasserstoff setzen? Oder aber, zumindest für eine Übergangsphase, zusätzlich auch auf blauen? Nun hat sich Energiewirtschaftliche Institut an der Kölner Universität (EWI) in dieser Frage zu Wort gemeldet – die Wissenschaftler plädieren für Technologieneutralität.

Grüner Wasserstoff stammt aus Elektrolyseuren, die mit Ökostrom betrieben werden. Blauer Wasserstoff wird dagegen aus Erdgas gewonnen. Das dabei entstehende Kohlendioxid wird abgeschieden und in unterirdischen Felsformationen gelagert. Damit kann es nicht in die Atmosphäre gelangen. Auch türkiser Wasserstoff stammt aus Erdgas. Er wird mithilfe einer Methanpyrolyse produziert, bei der aber kein gasförmiges Kohlendioxid, sondern fester Kohlenstoff anfällt, das so genannte Carbon Black. Das Material kann von der Industrie genutzt werden, etwa im Beton- oder Straßenbau. Alternativ lässt es sich ohne Aufwand endlagern.

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Der 52-Gigawatt-Deckel für Photovoltaik fällt – Einigung bei Windkraft erreicht

Die schwarz-rote Koalition einigt sich auf neue Abstandsregeln für die Windenergie an Land. In der Folge kann endlich auch der 52 Gigawatt-Deckel für die Photovoltaik aus dem EEG gestrichen werden. Bei Grünen-Politikern und Energieverbänden herrscht große Erleichterung. Allerdings ließ Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier noch offen, wie zügig die Abschaffung nun umgesetzt wird.

Nach langen Verhandlungen hat sich die Bundesregierung auf eine Regelung für Mindestabstände von Windrädern an Land zur Wohnbebauung geeinigt. Das haben die Vize-Fraktionschefs Carsten Linnemann (CDU) und Matthias Miersch (SPD) gegenüber der dpa bestätigt. Damit ist der Weg frei für die Aufhebung des 52-Gigawatt-Deckels für die Photovoltaik im EEG. Denn mit der Einigung kann nun ein Klimaschutzpaket Gesetz werden, das die Beschränkung des Photovoltaik-Ausbaus unter dem EEG auf 52 Gigawatt aufhebt. Ein solches Limit war mit der EEG-Novelle 2011 beschlossen worden. Es sieht ein Ende der Förderung für alle Photovoltaik-Anlagen bis 750 Kilowatt beim Erreichen der Marke vor.

Beim gegenwärtigen Zubau wäre die 52-Gigawatt-Schwelle wohl spätestens im Herbst erreicht worden. Sie hatte die Stimmung der deutschen Solarindustrie zuletzt erheblich gedrückt. Dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) zufolge hatte sich der Geschäftserwartungsindex zwischen Januar und April dieses Jahres halbiert.

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EnBW profitiert von erneuerbaren Energien

Der Energieversorger meldet für das erste Quartal zwar weniger Umsatz aber ein deutlich besseres operatives Ergebnis. Dazu haben laut EnBW vor allem die erneuerbaren Energien beigetragen.

Von der Corona-Pandemie ist bei den EnBW-Zahlen für das erste Quartal nichts zu spüren. Der Energiekonzern meldet 5,41 Milliarden Euro Umsatz (Q1 2019: 5,9 Milliarden Euro) und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 945 Millionen Euro (Q1 2019: 784 Millionen Euro). Diese Ergebnissteigerung ist laut EnBW wesentlich auf die gute Entwicklung im Geschäftsfeld erneuerbare Energien zurückzuführen.

Wie aus den am Donnerstag vorgelegten Zahlen hervorgeht, ist im Geschäftsfeld Erneuerbare Energien das Adjusted EBITDA gegenüber dem Vorjahrsquartal um 93,8 Prozent auf 236,1 Millionen Euro gestiegen. Diese Entwicklung liege vor allem auf die Inbetriebnahme der beiden Offshore-Windparks EnBW Hohe See und EnBW Albatros. Zudem hätten bessere Windverhältnisse in diesem Frühjahr bei den Offshore- und Onshore-Windparks sowie eine höhere Wasserführung bei den Laufwasserkraftwerken zu der positiven Ergebnisentwicklung beigetragen.

Die Gesamtinvestitionen des EnBW-Konzerns waren laut Mitteilung mit rund 300 Millionen Euro rund zehn Prozent geringer als im ersten Quartal 2019. 73 Prozent dieser Investitionen seien auf Wachstumsprojekte in erster Linie in den Bereichen Netze und Erneuerbare entfallen. Als Investitionsschwerpunkte im ersten Quartal 2020 nannte EnBW neben der Fertigstellung der Offshore-Windparks Hohe See und Albatros den Netzausbau und Erneuerungen im Verteilnetz sowie Investitionen in die Elektromobilität.

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Jinko Solar bringt Modul mit Rekordleistung von 580 Watt auf den Markt

Das Solarmodul gehört zur neuen „Tiger Pro“-Serie des chinesischen Photovoltaik-Unternehmens, die noch zwei 530-Watt-Module und ein 430-Watt-Produkt für Anwendungen der dezentralen Erzeugung umfasst. Jinko Solar wird mit der Produktion der Serie im vierten Quartal beginnen, wobei es die ersten Bestellungen sofort entgegennehmen wird.

Jinko Solar hat am Freitag seine neue Modulserie vorgestellt. Angeführt wird sie von seinem „Tiger Pro 78TW“-Modell, das eine rekordverdächtige Ausgangsleistung von 580 Watt bietet. Die Serie umfasst zudem zwei 72-Zell-Module – „72TR“ und „72HC“ – mit jeweils 530 Watt Leistung und das „60TR“-Modul mit einer Leistung von 430 Watt, das speziell für den Einsatz im Segment der private Photovoltaik-Anlagen vorgesehen ist.

Ausgestattet mit der Ribbon-Technologie von Jinko Solar basieren die Photovoltaik-Produkte auf monokristallinen PERC-Zellen mit einem Wirkungsgrad von 21,4 Prozent. Sie sind alle in mono- und bifazialen Ausführung erhältlich.

„Wir haben diese Produkte auf der Grundlage unserer langjährigen Erfahrung sowohl in großen Kraftwerken als auch auf dem privaten Dachanlagenmarkt entwickelt“, sagte Alberto Cuter, Jinko Solars Generaldirektor für Lateinamerika und Italien, auf Anfrage von pv magazine. „Die Produkte wurden so konzipiert, dass sie der hohen Qualitätsnachfrage der Industrie entsprechen und die Stromgestehungskosten eines Photovoltaik-Kraftwerks senken.“

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EuPD Research: 52-Gigawatt-Deckel kostet mehr als 18.000 Photovoltaik-Jobs

Ohne die Streichung des Solardeckels droht laut EuPD Research in der Photovoltaik-Branche der Verlust jedes zweiten Arbeitsplatzes. Ohne Deckel hingegen wäre die Beschäftigungsdynamik weiter positiv.

Mit den Folgen des 52-Gigawattdeckels hat sich EuPD in den vergangenen Monaten intensiv befasst. Auf die negativen Folgen für die Investitionsbereitschaft von Privathaushalten sowie für die Umsätze mit Photovoltaik-Anlagen und Speichern hatten die Bonner Marktforscher bereits hingewiesen. Jetzt melden sie sich mit einer Prognose für die Beschäftigungssituation in der deutschen Solarbranche zu Wort. Demnach steht – wenn nach Erreichen des 52-Gigawatt-Deckels die Photovoltaik-Neuinstallationen dramatisch einbrechen – kurzfristig der Abbau von mehr als 18.000 Arbeitsplätzen bevor.

EUPD Research weist darauf hin, dass die deutsche Photovoltaik-Branche seit einigen Jahren wieder steigende Installationszahlen und damit einhergehend eine positive Beschäftigungsdynamik verzeichnet. Mittlerweile seien in der Branche mehr als 29.000 direkt Beschäftigte tätig. Diese positive Entwicklung werde durch den 52-Gigawatt-Deckel nicht nur beendet, sondern in ihr Gegenteil verkehrt: Es müsse mit einem Abbau von mehr als der Hälfte der heute bestehenden Arbeitsplätze bis Ende des Jahres 2021 gerechnet werden. Ohne Deckel hingegen sei von einem deutlichen Wachstum um rund 7700 Arbeitsplätze auf insgesamt knapp 36.800 direkt Beschäftigte im Jahr 2021 auszugehen. Im direkten Szenario-Vergleich für 2021 bedeute dies eine Differenz von 18.100 Arbeitsplätzen beziehungsweise eine Verringerung um 49 Prozent. Zudem gehe damit ein direkter Umsatzrückgang der deutschen Solar-Branche von mehr als drei Milliarden Euro einher.

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Baden-Württemberg beschließt Photovoltaik-Pflicht auf Nicht-Wohngebäuden

Die grün-schwarze Regierungskoalition des Bundeslandes hat sich bei der anstehende Novelle des Klimaschutzgesetzes auf eine Photovoltaik-Pflicht geeinigt. Sie soll für alle Nicht-Wohngebäude gelten, die ab 2022 gebaut werden.

Noch vor der Sommerpause soll der baden-württembergische Landtag das neue Klimaschutzgesetz beschließen, auf das sich die grün-schwarze Koalition laut Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) am Dienstag geeinigt hat. Demnach sieht das neue Gesetz eine Photovoltaik-Pflicht für alle neuen Nicht-Wohngebäude vor. „Wir sind das erste Bundesland, in dem auf Neubauten im Nicht-Wohnbereich standardmäßig eine Solaranlage installiert wird“, so Untersteller am Mittwoch. „Das ist innovativ und mutig. So wird Bauen modern und Klimaschutz zur Selbstverständlichkeit.“

Zwar hat Hamburg im Zuge seines neuen Klimaschutzgesetzes als erstes Bundesland eine Verpflichtung zur Photovoltaik-Nutzung eingeführt, diese greift aber erst ab 2023. In Baden-Württemberg sollen Solaranlagen auf neuen Nicht-Wohngebäuden bereits ab 2022 landesweit Vorschrift sein – auch auf dieses Datum hat sich die Landesregierung geeinigt, wie ein Sprecher des Umweltministeriums pv magazine auf Nachfrage bestätigte. Untersteller wies auf das enorme Flächenpotenzial hin, das es beispielsweise auf Lager- und Produktionshallen oder Parkhäusern gebe. Aber auch über den Nichtwohnbereich hinaus muss – auch in anderen Bundesländern – aus Sicht des Umweltministers eine allgemeine Photovoltaik-Pflicht kommen. Denn die Photovoltaik sei nicht nur wichtig für den Klimaschutz, sondern sichere und schaffe auch Arbeitsplätze. Einige Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg hatten bereits vor der Novelle eine Photovoltaik-Pflicht für Neubauten beschlossen.

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MW Storage baut größte Batterie der Schweiz

Die 20-Megawatt-Batterie wird am Markt für Systemdienstleistungen teilnehmen. Die Bewirtschaftung übernimmt der Schweizer Energieversorger Alpiq. Der Speicher soll im dritten Quartal 2020 in Betrieb gehen.

20 Megawatt Leistung, 18 Megawattstunden Kapazität – mit diesen Werten ist die Batterie, die das Start-Up MW Storage aus Zug derzeit in Ingenbohl am Vierwaldstättersee baut, das größte Akkupaket der Schweiz. Mit dem Energiegehalt der sieben großen Batteriecontainer könnte ein Elektroauto rund 140.000 Kilometer fahren. Die Inbetriebnahme ist für das dritte Quartal dieses Jahres geplant.

Die Bewirtschaftung und Vermarktung der Batterie hat MW Storage in die Hände des Schweizer Energieversorgers Alpiq gelegt. Der Vertrag läuft zunächst über fünf Jahre. Der Speicher soll in erster Linie Sekundärregelleistung erbringen. In einem zweiten Schritt wird Alpiq die Batterie beim nationalen Übertragungsnetzbetreiber Swissgrid auch für Primärregelleistung anmelden. Der Versorger bindet die Batterie in sein Flexibilitätsportfolio ein, das neben eigenen Speicherkraftwerken auch Anlagen Dritter umfasst.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es anders als in der Überschrift fälschlicherweise, es handele sich hier um eine 10-Megawatt-Batterie.

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So geht Klimaschutz mit Wasserstoff

Kommt sie diesmal wirklich, die Wasserstoffwirtschaft? Vor-Ort-Versorger, Gaswirtschaft und nun auch die Bundesregierung – alle sind sich einig, dass die Energiewende auf die Elektrolyse hinauslaufen wird. Werden die 2020er das, was die 1990er für die Photovoltaik waren? So kann es gehen.

Alle sind für Wasserstoff. Greenpeace Energy erhofft sich die lokale Vollversorgung aus erneuerbaren Energien. Gasgrid Europe will sein Geschäftsmodell weiterführen und Siemens Elektrolyseure verkaufen. Und die Bundesregierung? Sie promotet ihre Wasserstoffstrategie. Die politische Logik: Wir nutzen die bestehende Erdgasinfrastruktur weiter und tun etwas für Maschinenbau und Komponentenhersteller. Und wenn wir erneuerbare Energien gasförmig aus Nordafrika importieren, gibt es weniger Ärger mit Windkraftgegnern in Deutschland. Mit all diesen Argumenten ist stark zu vermuten, dass der aktuelle Wasserstoffboom gekommen ist, um zu bleiben.

Ein bisschen mehr als die letzte Meile der Energiewende

Bisher galt oft, dass Wasserstoff vor allem auf den letzten Metern der Energiewende benötigt wird, als Beitrag zur Dekarbonisierung, nachdem die sogenannten low-hanging fruits geerntet wurden. Die Wasserelektrolyse zur Herstellung des geruchslosen Gases unter Einsatz von Strom (aus erneuerbaren Energien) und Wasser galt lange als zu teuer und ineffizient – und von daher als zweitbeste Lösung, wenn eine direkte Elektrifizierung nicht reicht. Die Debatte hat sich jedoch weiterentwickelt: Es scheint mittlerweile realitätsfern, erst bis 2050 eine Volkswirtschaft ohne Treibhausgasemissionen anzustreben. Wenn wir weitermachen wie bisher, haben wir bis 2030 unser CO2-Budget mit Blick auf das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens verbraucht. Die letzte Meile der Energiewende muss also näher rücken.

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Fraunhofer ISE erforscht Herstellung von klimaneutralem Methanol auf Basis von Wasserstoff

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE betreibt eine Forschungsanlage zur Methanolsynthese. Der Schwerpunkte des neuen Forschungsprojektes liegt auf dem dynamischen Reaktorbetrieb sowie auf dem Umgang mit unkonventionellen Gaszusammensetzungen aus der Kopplung von Elektrolyse-Wasserstoff mit CO2-haltigen Gasströmen.

Mit einer Jahresproduktion von über 100 Millionen Tonnen ist Methanol heute eine der wichtigsten Basischemikalien weltweit. Die konventionellen Herstellungsprozesse basieren auf fossilen Rohstoffen wie Erdgas, Kohle oder Erdöl. Die Methanolsynthese, also die Herstellung von Methanol aus Wasserstoff und CO2, könnte eine klimafreundliche Alternative sein: Im Rahmen so genannter Power-to-Liquid-Verfahren hat sie das Potenzial, CO2 beispielsweise aus Biomasse zu binden. Das entstandene Methanol ist damit klimaneutral.

Seit Dezember 2019 betreiben die Freiburger Fraunhofer-ISE-Forscher eine Miniplant-Anlage zur Methanolsynthese, die sich durch eine zeitlich und räumlich hochauflösende Messtechnik auszeichnet. Installiert wurde sie im Rahmen des Projekts „Power-to-Methanol – Grünes Methanol“, das vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert und von der Dechema e. V. geleitet wird. „Ziel des Projekts ist eine wissenschaftliche und wirtschaftliche Betrachtung der Machbarkeit einer Methanolsynthese aus erneuerbaren Energien und biogenem CO2 aus einer Bioraffinerie zur Herstellung von erneuerbarem Ethanol«, erklärt Projektleiter Max Hadrich, Teamleiter Power-to-Liquids am Fraunhofer ISE. Als industriellen Partner sind die Crop Energies AG als Mitglied der Südzucker-Gruppe, der Spezialchemiekonzern Clariant sowie die Thyssenkrupp Industrial Solutions AG mit an Bord. Akademische Partner sind die Fraunhofer-Institute IGB und Umsicht sowie die TU Bergakademie Freiberg.

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