EnSiG-Novelle erlaubt aktives Repowering von Solarparks und Ausschreibungsanlagen bis 100 Megawatt

Der zuständige Wirtschaftsausschuss im Bundestag hat einem Antrag der Regierungsfraktionen zur EnSiG-Novelle zugestimmt, nach dem künftig ein aktives Repowering von Photovoltaik-Kraftwerken erlaubt ist. Zudem soll die Leistungsgrenze für Freiflächenanlagen in den Photovoltaik-Ausschreibungen im kommenden Jahr von 20 auf 100 Megawatt angehoben werden, die Krisensonderausschreibung allerdings aufgrund der neuen Repowering-Regeln entfallen.

Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) rührt seit Monaten die Werbetrommel für ein aktives Repowering von Solarparks in Deutschland. Am Mittwoch nun der Erfolg: Der Wirtschaftsausschuss des Bundestages befasste sich mit der Novelle des Energiesicherungsgesetzes (EnSiG) und auf Antrag der Regierungsfraktionen wird dort nun grünes Licht für die Erneuerung von bestehenden Photovoltaik-Kraftwerken außerhalb der bisher eng gesteckten Grenzen im EEG gesetzt. Konkret sieht der angenommene Vorschlag von SPD, Grünen und FDP vor, die Wörter „aufgrund eines technischen Defekts, einer Beschädigung oder eines Diebstahls“ aus dem EEG zu streichen. Damit können künftig auch noch funktionsfähige Solarmodule in Photovoltaik-Kraftwerken durch leistungsstärkere Produkte ersetzt werden.

Die geplante Gesetzesänderung, die ein weitreichendes Repowering von Solarparks erlaubt, wird vom bne sehr begrüßt. Carsten Pfeiffer, Leiter Strategie und Politik des bne, sagte pv magazine: „Wir sind sehr froh, dass die Ampelfraktionen unseren Vorschlag übernommen hat, das Repowering – in Solarparks – zu erlauben. Damit können sehr schnell auf vorhandenen Flächen dringend benötigte zusätzliche Photovoltaik-Kapazitäten installiert werden.“ Das auf diese Weise kurzfristig realisierbare Potenzial ist nach Einschätzung von Verbandsmitgliedern riesig. „Durch die Einführung der Möglichkeit eines aktiven Repowern für Solarmodule könnten wir die derzeitig in Deutschland installierte Leistung von 63 Gigawatt auf den bestehenden Standorten auf 100 Gigawatt oder mehr vergrößern. Der Anteil an der Stromerzeugung könnte somit schnell von rund 10 auf 16 Prozent und mehr gesteigert werden. Für mindestens 60 Prozent der Anlagen (36 Gigawatt) ist ein sehr hohes Potenzial für eine Verdopplung, zuweilen bis zu einer Vervierfachung der installierten Leistung möglich, wenn die alten Solarmodule durch neue Modelle ersetzt würden“, schrieb Karl-Heinz Remmers kürzlich in seinem Beitrag für pv magazine. Entsprechend groß seine Freude nach der heutigen Entscheidung auf Twitter.

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EEG 2023: EU-Kommission genehmigt höhere Vergütungssätze für Photovoltaik-Dachanlagen

Alle Photovoltaik-Dachanlagen, die ab 30. Juli in Betrieb genommen worden sind, werden die im EEG 2023 verabschiedete höhere Solarförderung nach der Entscheidung aus Brüssel erhalten. Zudem genehmigte die EU-Kommission final die höheren Ausschreibungsvolumen für die noch ausstehenden Ausschreibungen für Freiflächen- und Dachanlagen in diesem Jahr sowie den Übergang zur gleitenden Marktprämie bei den Innovationsausschreibungen.

Die EU-Kommission hat die im EEG 2023 festgeschriebenen höheren Einspeisevergütungen für Photovoltaik-Dachanlagen beihilferechtlich genehmigt. Am Dienstag veröffentlichte die EU-Kommission ein Dokument, in dem sie für drei Maßnahmen grünes Licht gab. Eine davon war die „Einführung finanzieller Anreize für Verbraucher, in kleine Photovoltaik-Anlagen auf Dachflächen zu investieren, um mehr Strom in das Netz einzuspeisen, statt ihn nur für den Eigenverbrauch zu nutzen“. Auf Nachfrage von pv magazine beim Bundeswirtschaftsministerium bestätigte eine Sprecherin: „Insbesondere können danach die Vergütungserhöhungen für Photovoltaik-Dachanlagen wie geplant auf alle neuen Anlagen, die seit dem 30.7.2022 in Betrieb genommen worden sind, angewendet werden.“

In der EEG-Novelle ist vorgesehen, den anzulegenden Wert für Photovoltaik-Anlagen bis 10 Kilowatt Leistung auf 8,60 Cent pro Kilowattstunde, bis 40 Kilowatt auf 7,50 Cent je Kilowattstunde und bis 750 Kilowatt auf 6,20 Cent pro Kilowattstunde zu erhöhen. Zugleich wird es einen Zuschuss für Volleinspeiser geben. Er wird für Photovoltaik-Anlagen bis 300 Kilowatt gezahlt und liegt zwischen 3,8 und 5,1 Cent pro Kilowattstunde. Es ist dabei auch möglich, zwei separate Photovoltaik-Anlagen auf einem Dach zu betreiben – eine für die Volleinspeisung und eine für den Eigenverbrauch. Sie müssen allerdings über jeweils eigene Messeinrichtungen zur Abrechnung verfügen.

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„Wärmepumpen-Ampel“: 75 Prozent der Wohngebäude für Wärmepumpen geeignet

Mit einer interaktiven Karte können Hausbesitzer prüfen, inwiefern ihre Gebäude für den Einbau einer Wärmepumpen-Technologie geeignet sind. Methodik und Ergebnisse entstanden im Zuge eines Promotionsvorhabens an der Forschungsstelle für Energiewirtschaft München.

75 Prozent der Wohngebäude in Deutschland sind für den Einbau einer Wärmepumpe geeignet. Zu diesem Ergebnis kommt die „Wärmepumpen-Ampel“, die im Zuge einer Dissertationsarbeit an der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) München von Simon Greif entwickelt wurde. Rund 17 der insgesamt 19 Millionen Wohn­gebäude in Deutschland seien mithilfe von Algorithmen analysiert und Potenziale berechnet worden. Das Ergebnis: Eine Luft-Wärmepumpe ließe sich bei 65 Prozent der Gebäude installieren, bei 47 Prozent Erdsonden-Wärmepumpen, bei 24 Prozent Erdkollektor-Wärmepumpen und 37 Prozent seien für den Einbau von Solar-Eisspeicher-Wärmepumpen geeignet.

Da sich die Potenziale der verschiedenen Technologien überschneiden, ergibt sich der FfE zufolge ein Gesamtpotenzial von 75 Prozent der Gebäude, die durch mindestens eine der Technologien beheizt werden könnten. Mit der „Wärmepumpen-Ampel“ sei ein Tool entwickelt worden, um bei dieser komplexen Thematik den Wohngebäude-Eigentümern eine Orientierungshilfe zu geben. Die Eignung der Gebäude für die verschiedenen Wärmepumpen-Technologien ließe sich so einfach ermitteln und funktioniere über eine Postleitzahlsuche.

Nach Angaben der Forschungsstelle gab es eine solche Potenzialanalyse für dezentrale Wärmepumpen in Deutschland bislang nicht. Die Ergebnisse, die in Kürze mit der Dissertation vollständig veröffentlicht werden, lieferten somit einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung von Zukunftsszenarien. Immerhin will die Bundesregierung bis 2030 den Einbau von 6 Millionen Wärmepumpen erreichen. Aktuell gibt es rund eine Million Wärmepumpen, was einer Nutzung des Potenzials von etwa fünf Prozent bei 19 Millionen Wohngebäuden entspricht.

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Schweiz: Netzbetreiber erhöhen Photovoltaik-Vergütungen für 2023 um durchschnittlich 55 Prozent

Die Überschusseinspeisung von Solarstrom wird in der Schweiz von den Netzbetreibern unterschiedlich vergütet. Nach Angaben von VESE erhöhen sich die Sätze für das kommende Jahr von durchschnittlich 10,1 auf 15,5 Rappen pro Kilowattstunde, was vor allem der aktuellen Strompreishausse geschuldet ist. Der Verband fordert ein neues Vergütungssystem, was schweizweit gelten sollte sowie aus einem „Fix-“ und einem „Flex-Modell besteht.

In der Schweiz erhalten Betreiber von Photovoltaik-Anlagen, die Solarstrom einspeisen, im kommenden Jahr deutlich mehr Geld. Die Netzbetreiber erhöhen die Vergütung im kommenden Jahr durchschnittlich um 55 Prozent – sie steigt damit von 10,1 auf 15,5 Rappen (10,5 bis 16,1 Eurocent) pro Kilowattstunde im Schnitt. Dies ergab eine erste Auswertung des Verbands der unabhängigen Energieerzeuger VESE. Nach dessen Einschätzung kamen die höheren Abnahmepreise nur auf Druck der EU-Strompreishausse zustande. Aktuell gehen die Strompreise in allen europäischen Märkten durch die Decke. Mittelfristig gebe es weiterhin keine Garantie für eine kostendeckende Vergütung für die Betreiber von Photovoltaik-Anlagen in der Schweiz. VESE fordert daher dringend ein neues Vergütungsmodell.

Die neuen Zahlen von VESE beruhen auf Angaben der 30 größten Netzbetreiber im Land. Diese legen die Vergütung für den überschüssig eingespeisten Solarstrom jedes Jahr neu fest. VESE begrüßte, dass der Solarstrom als zuverlässige und ökologische Stütze der inländischen erneuerbaren Energiegewinnung endlich eine Aufwertung erfahre. Der Verband begrüßte, dass nun „auch notorische Bremser unter den Netzbetreibern“ endlich die lange von VESE geforderte Schwelle von 10 Rappen pro Kilowattstunde erreichen und überschreiten.

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IRENA: Photovoltaik-Sektor mit 4,3 Millionen Arbeitsplätzen weltweit führend

Insgesamt gibt es nach dem Bericht der Organisation global 12,7 Millionen Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien. 700.00 neue Jobs kamen allein 2021 hinzu. 63 Prozent der Arbeitsplätze im Photovoltaik-Bereich befinden sich in China.

Nur wenige Tage nach der IEA hat auch die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) einen Bericht zur Zahl der Jobs in der Erneuerbaren-Branche veröffentlicht. Demnach sei die Zahl der Arbeitsplätze weltweit im vergangenen Jahr um 700.000 auf 12,7 Millionen gestiegen. Dabei sei die Photovoltaik der schnellst wachsende Sektor unter den Erneuerbaren, hießt es im „Renewable Energy and Jobs: Annual Review 2022“ weiter. Allein auf diesen Sektor entfielen knapp 4,3 Millionen Arbeitsplätze, dahinter folgen Biokraftstoffe und Wasserkraft mit je etwa 2,4 Millionen Jobs. Im Windkraft-Bereich verzeichnete IRENA hingegen nur etwa 1,37 Millionen Arbeitsplätze.

Angesichts der zunehmenden Besorgnis über den Klimawandel, der Erholung von der Corona-Pandemie und der Unterbrechung der Lieferketten wachse das nationale Interesse an der Lokalisierung von Lieferketten und der Schaffung von Arbeitsplätzen im eigenen Land. Starke Binnenmärkte seien der Schlüssel für die Industrialisierung sauberer Energien. Die meisten Arbeitsplätze verzeichnet IRENA in Asien, wo sich fast zwei Drittel befänden und allein in China seien es 42 Prozent der 12,7 Millionen. Auf die EU entfallen etwa zehn Prozent, ebenso auf Brasilien. Dahinter folgen die USA und Indien mit jeweils sieben Prozent.

Im Photovoltaik-Sektor befinden sich 63 Prozent der knapp 4,3 Millionen Arbeitsplätz ein China. Das sind fast 2,7 Millionen Jobs. Platz zwei belegen die USA mit etwa 250.000 Jobs vor Indien. Deutschland kommt mit etwa 50.000 Jobs auf Platz acht weltweit und liegt damit hinter Polen. Die zehn wichtigsten Länder vereinen immerhin 87 Prozent aller Arbeitsplätze im Photovoltaik-Bereich auf sich.

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Energy-Charts: Bereits bis Mitte September mehr Solarstrom produziert als in den Vorjahren

Die vielen Sonnenstunden und der weitere Zubau von Photovoltaik-Anlagen führten dazu, dass nach nicht einmal drei Quartalen bereits die Erzeugungsleistung der Vorjahre überschritten wurde. Bis Mitte September verzeichnete Energy-Charts vom Fraunhofer ISE bereits 50,8 Terawattstunden Solarstrom, die zur öffentlichen Nettostromerzeugung beitrugen.

In den vergangenen Monaten trug Solarstrom wesentlich dazu bei, dass die Preise an den Strombörsen nicht noch weiter durch die Decke schossen als ohnehin schon. Für Juni und Juli vermeldete Energy-Charts vom Fraunhofer ISE jeweils neue Erzeugungsrekorde der in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen von jeweils mehr als acht Terawattstunden und im August waren es immerhin noch knapp 7,6 Terawattstunden, die zur öffentlichen Nettostromversorgung beitrugen. Getrieben vom guten Wetter mit vielen Sonnenstunden produzierten die Photovoltaik-Anlagen nach einer jüngsten Auswertung von Energy-Charts bis Mitte September bereits mehr Solarstrom als in den beiden Vorjahren über jeweils zwölf Monate.

Konkret waren es in diesem Jahr bereits 50,8 Terawattstunden, die zur öffentlichen Nettostromerzeugung beitrugen, wie Bruno Burger twitterte. 2020 waren über das gesamte Jahr 50,1 Terawattstunden und im vergangenen Jahr 49,9 Terawattstunden zu verzeichnen gewesen. Der neue Rekord steht jetzt schon fest, dabei bleibt noch ein ganzes Quartal Zeit – zugegebenermaßen nicht unbedingt die ertragstärkste Zeit für Photovoltaik-Anlagen in Deutschland. Dennoch wird auch in den nächsten drei Monaten noch einiges hinzukommen.

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Schweiz: Bewerbungsverfahren für kostenlose Flächen an Autobahnen für Photovoltaik gestartet

350 Lärmschutzwände und 100 Rastplätze sind in 15 Losen von ASTRA zusammengefasst worden. Bis 24. Februar 2023 läuft die Ausschreibung, um sich für die kostenlose Zuteilung einer Fläche zu bewerben, auf der dann eine Photovoltaik-Anlage entstehen soll.

Das Schweizer Bundesamt für Straßen (ASTRA) hatte angekündigt, kostenlos Flächen entlang der Nationalstraßen für Projektierer von Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung zu stellen. Am heutigen Montag startete das Bewerbungsverfahren für die Flächen. Es läuft bis zum 24. Februar. ASTRA hat für die Ausschreibung rund 350 Lärmschutzwände und 100 Rastplätze in 15 Losen zusammengefasst. Interessierte Investoren können sich für die Flächen bewerben und müssen dann innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens eine Photovoltaik-Anlage auf der Fläche planen und realisieren. Nach der Zuteilung eines Loses werde eine Reservationsvereinbarung über drei Jahre geschlossen. In dieser Zeit müsse die Photovoltaik-Anlage fertiggestellt werden.

Das Vorgehen ähnelt ASTRA zufolge der Vergabe von Standorten für Schnellladestationen auf den Rastplätzen im Jahr 2018. Auf der Website des Bundesamts stehen die Bewerbungsunterlagen sowie eine Visualisierung der Flächen zur Verfügung. Für Planung, Finanzierung, Bau, Anschluss und Betrieb der Photovoltaik-Anlagen sind nach den Vorgaben die Dritten verantwortlich, also die Pächter der Flächen. Sie müssen sich um die Vermarktung oder Abnehmer für ihren Solarstrom selbstständig kümmern.

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Schweizer Parlament will Solarpflicht und mehr alpine Photovoltaik-Kraftwerke

Der Ständerat hat die Beratungen zur Gletscher-Initiative für eine Solar-Offensive genutzt. Er beschloss zusätzlich eine Photovoltaik-Pflicht für Neubauten und eine erleichterte Genehmigung für Photovoltaik-Kraftwerke sowie Zuschüsse für Photovoltaik-Anlagen im alpinen Hochland.

Der Ständerat in der Schweiz, der sich auch Vertretern aller Kantone zusammensetzt, hat in dieser Woche einen Gesetzentwurf des Nationalrats zu Klimaschutzzielen bewilligt und gleich noch eine Solar-Offensive gestartet. Die sogenannte Gletscheroffensive hieß das Parlament mit 39 zu 4 Stimmen bei zwei Enthaltungen für gut. Zusätzlich erarbeitete das Parlament eine Vorlage, in der eine Solarpflicht für neue Gebäude und die erleichterte Bewilligung von Photovoltaik-Kraftwerke auf Freiflächen und in den Bergen vorgesehen ist. Die zusätzliche Vorlage entstand auf Antrag von Beat Rieder (Mitte/VS) und damit sollte „das Momentum zu Gunsten von mehr inländischem Winterstrom“ genutzt werden. Das „Gesetz über dringliche Maßnahmen zur kurzfristigen Bereitstellung einer sicheren Stromversorgung im Winter“ wurde dann auch ohne Gegenstimme verabschiedet.

Die Nationalräte sollen es nach dem Willen des Ständerats getrennt vom indirekten Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative behandeln, in der laufenden Session bereinigen und für dringlich erklären. „Ohne diese Abspaltung verlieren wir das Momentum für eine kurzfristige Mehrproduktion“, sagte Rieder. Der Plan sehe vor, dass das neue Gesetz nach der Herbstsession in Kraft tritt und bis Ende 2025 gilt. Danach soll es vom Mantelerlass zur Energie- und Stromversorgung abgelöst werden, den das Parlament zurzeit berät, wie es vom Ständerat weiter hieß.

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Siemens nimmt 8,75-Megawatt-Elektrolyseur in Oberfranken in Betrieb

Die PEM-Anlage in Wunsiedel kann bis zu 1.350 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr erzeugen. Der Energieträger soll vor allem in Industrie- und Gewerbebetrieben der Region eingesetzt werden.

Siemens hat jetzt im oberfränkischen Wunsiedel einen der deutschlandweit größten Elektrolyseure in Betrieb genommen. In der PEM-Anlage mit 8,75 Megawatt Leistung soll ausschließlich Solar- und Windstrom eingesetzt werden. Woher der Ökostrom kommt, teilte Siemens nicht mit. Betreiber der Anlage ist die eigens gegründete Gesellschaft WUN H2, an der Siemens Financial Services sowie die Firma Rießner Gase aus dem nahen Lichtenfels mit je 45 Prozent sowie die Stadtwerke Wunsiedel mit zehn Prozent beteiligt sind. WUN H2 erwägt derzeit, die Anlage auf 17,5 Megawatt auszubauen.

Der eingesetzte „Silyzer 300“-Elektrolyseur von Siemens basiert auf der Protonenaustauschmembran-Technologie (PEM), die mit einem sauren Milieu arbeitet. Sie kommt gut mit Lastwechseln zurecht. Daher eignen sich Elektrolyseure dieser Art gut, um sie direkt mit Erneuerbare-Energien-Anlagen zu koppeln. Auch zeichnen sie sich durch eine sehr kompakte Bauweise aus. Allerdings müssen die Hersteller wegen der sauren, aggressiven Umgebung kostspielige Edelmetalle wie Platin oder Iridium als Katalysatoren verwenden.

Bis zu 1.350 Tonnen grünen Wasserstoff kann die Anlage jährlich erzeugen. Abnehmer ist die regionale Wirtschaft – von der Glas- und Keramikindustrie über Transportunternehmen und Automobilzulieferbetrieben bis zu einem benachbarten Sägewerk. Der Wasserstoff wird mit LKW-Trailern an die Endkunden vornehmlich im Umkreis von rund 150-200 Kilometern (Nordbayern, Thüringen, südliches Sachsen und Westböhmen) verteilt.

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BDEW-Umfrage: Fast alle Elektroauto-Fahrer würden sich wieder für den Strom-Antrieb entscheiden

Hauptgründe für den Kauf eines Elektroautos sind das Fahrvergnügen und Umweltaspekte, zeigt die Umfrage unter 1.300 E-Auto-Fahrern. Kaum ein Teilnehmer sorgt sich noch um die Reichweite.

Fast drei Viertel der Teilnehmer einer Umfrage des Bundesverbandes der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unter Elektroauto-Fahrern haben sich vor der Entscheidung für den Strom-Antrieb Sorgen um die Reichweite gemacht. Jetzt, mit durchschnittlich drei Jahren Erfahrung, haben die E-Auto-Fahrer volles Vertrauen in die Elektromobilität: Lediglich ein Prozent hat hier noch Bedenken. Insgesamt 1.300 Personen mit Elektroauto haben an der nach BDEW-Angaben repräsentativen Umfrage teilgenommen.

Insgesamt sind die Befragten sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung für ein E-Auto: 98 Prozent würden „auf jeden Fall“ wieder ein Elektroauto kaufen. Als Hauptgründe für den Kauf wurden das Fahrerlebnis (81 Prozent), Umweltgründe (80 Prozent), Kostenaspekte (78 Prozent) und die innovative Technik (77 Prozent) genannt.

Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur sehen die Teilnehmer Fortschritte: Drei Viertel sagen, dass sich das Laden an öffentlich zugänglichen Ladestationen zuletzt spürbar verbessert hat. Nichts desto trotz wünschen sie sich mehr Ladesäulen. Auch bei den Lade-Apps und den Ladestandorten sehen sie noch Optimierungsbedarf.

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