Sinkende Stromgestehungskosten und höhere CO2-Abgaben können Wasserstoff schon 2030 wettbewerbsfähig machen

Die PwC-Strategieberatung Strategy& sieht die Wasserstoffwirtschaft als einen entscheidenden Eckpfeiler der Energiewende. Der globale Wasserstoffbedarf wird demnach bis 2030 auf 88 Millionen Tonnen und bis 2040 auf 137 Millionen Tonnen wachsen.

Der Aufbau einer kohlenstoffarmen Wasserstoffwirtschaft kann ein entscheidender Eckpfeiler sein, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Das zeigt die Studie „Laying the foundations of a low carbon hydrogen market in Europe“ von Strategy&, der Strategieberatung der Unternehmensberatungsgesellschaft PwC. Vor allem im Zuge der Dekarbonisierung verschiedener Sektoren wie Transportwesen, Flugverkehr und Industrie wird sich dieser Studie zufolge die globale Wasserstoffnachfrage bis 2040 im Vergleich zu 2019 von 71 auf 137 Millionen Tonnen jährlich fast verdoppeln – und bis 2070 seine eine Nachfrage von 519 Millionen Tonnen zu erwarten.

Damit grünem Wasserstoff dieser Durchbruch gelingt, muss jedoch auch der Aufpreis im Vergleich zu kohlenstoffreichen Technologien überwunden werden, so Strategy& weiter. Aktuell mache die im Herstellungsprozess aufzuwendende Elektrizität 60 bis 70 Prozent der variablen Kosten von grünem Wasserstoff aus. Wenn die Stromgestehungskosten (LCOE) bei erneuerbaren Energien auf unter 20 US-Dollar je Megawattstunde fallen und gleichzeitig die CO2-Abgaben ansteigen, könnte Wasserstoff jedoch bereits 2030 in großen Mengen wettbewerbsfähig werden. Die erste Herausforderung bestehe darin, die Wasserstoff-Nachfrage in Europa über Subventionen gezielt anzukurbeln. „Bei der Planung entsprechender Förderprogramme sollten sich Staaten zunächst auf industrielle Cluster konzentrieren, die mit der eigenen Dekarbonisierung kämpfen, aber gewisse Skaleneffekte und im Idealfall eine wasserstoffkompatible Infrastruktur wie Pipelines mitbringen“, so Studienautor Matthias Witzemann. Neben finanziellen Anreizen sei zudem auch die Schaffung wegbereitender Plattformen notwendig, damit interessierte Unternehmen Investmentrisiken über strategische Kooperationen senken könnten.

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Quelle: https://www.pv-magazine.de