Agri-Photovoltaik-Hybridkraftwerke, die Agri-Photovoltaik-Anlagen mit großskaligen Batteriespeichern kombinieren, sind eine vielversprechende Lösung für eine nachhaltige Energiezukunft. Sie ermöglichen eine optimierte Nutzung erneuerbarer Energien auf Agrarflächen, ohne deren Nutzung wesentlich zu beeinträchtigen, indem sie Solarstrom effizient erzeugen, speichern und bedarfsgerecht ins Netz einspeisen. Sie steigern die Netzstabilität und fördern eine nachhaltige Landwirtschaft.
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Fraunhofer ISE: Durchschnittliche Minderleistung bei Solarmodulen in Bezug auf Herstellerangaben 2024 bei 1,2 Prozent
Mehr als 70.000 Solarmodule haben die Forscher im Kalibrierlabor „CalLab PV Modules“ seit 2012 vermessen. In den ersten Jahren lagen die Messergebnisse meist über den Angaben der Modulhersteller, doch seit 2017 erkennen die Forscher einen gegenläufigen Trend, der bislang in Abweichungen von durchschnittlich 1,3 Prozent im Jahr 2023 gipfelte.
Halten die Produkte, was die Hersteller versprechen? Diese allgemeine Frage kann man auch bei Solarmodulen stellen und die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme gehen ihr seit 2012 auf den Grund. Seither seien im Kalibrierlabor „CalLab PV Modules“ mehr als 70.000 Leistungsmessungen bei Photovoltaik-Modulen erfolgt. Bis 2016* seien dabei im Schnitt höhere Leistungen der Solarmodule festgestellt worden, als die Hersteller angaben. Doch seit 2017 gebe es eine „negative Diskrepanz zwischen der Leistungsangabe der PV-Modulhersteller und den Messergebnissen“, so das Fraunhofer ISE.
Klimaziele bis 2030 erreichbar – oder doch nicht
Aus einem Bericht des Umweltbundesamts geht hervor, dass 2024 die Treibhausgasemissionen in Deutschland um 3,4 Prozent auf 649 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gegenüber 2023 gesunken sind. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht Deutschland damit auf Kurs, die Ziele bis 2030 zu schaffen. Die Deutsche Umwelthilfe dagegen nicht und auch bei Agora Energiewende ist man eher skeptisch.
Die Treibhausgasemissionen in Deutschland sind 2024 um 3,4 Prozent auf 649 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gegenüber 2023 gesunken, wie ein am Freitag veröffentlichter Bericht des Umweltbundesamts (UBA) zu vorläufigen Schätzungen zeigt. Die gesetzlich erlaubte, angepasste Jahresemissionsgesamtmenge von 693,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten für das Jahr 2024 wurde damit recht deutlich unterschritten. Nach Projektionen des UBA sei zudem das Ziel, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 zu mindern, „mit den schon implementierten klimapolitischen Instrumenten weiter in greifbarer Nähe“. Aktuell liege Deutschland auf einem Minderungskurs von 63 Prozent.
Deutschland steilster Solarpark im Südschwarzwald in Betrieb
Die Photovoltaik-Anlage mit gut vier Megawatt Leistung steht in Hanglage mit durchschnittlich 32 Grad Neigung. Für einige Fundamente mussten Löcher per Hand gegraben werden, weil das Gelände für die Rammmaschine zu steil war. Der Solarpark liefert Strom für den Versorger EWS Schönau.
Im Schwarzwald geht es vielerorts kräftig auf und ab. Wer hier einen Solarpark bauen will, muss steil gehen. So in der Gemeinde Fröhnd im Südschwarzwald, wo der Kieler Solarpark-Generalunternehmer Dr. Metje im Auftrag von Altus renewables aus Karlsruhe eine Freiflächenanlage auf einem Hang mit durchschnittlich 32 Grad Neigung errichtet hat. An der steilsten Stelle beträgt die Neigung 40 Grad.
Studie: Verlangsamter Erneuerbaren-Ausbau bringt Milliardenverluste für die deutsche Volkswirtschaft
Das Forum Ökologische Marktwirtschaft rechnet bei 25 Prozent geringerem Zubau von Windkraft, Photovoltaik und Biomasse mit kumulierten Verlusten von 65 Milliarden Euro. Öko-Energieversorger appellieren an die künftige Regierungskoalition: „Durchstarten statt Neustart“.
Sinkende Investitionen, weniger Arbeitsplätze und geringere Wertschöpfung wären die Folge, wenn die künftige Bundesregierung den Zubau von Erneuerbare-Energien-Anlagen nicht auf dem jetzigen Kurs hält. Dies ist das Resultat einer Kurzstudie, die das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag des Öko-Energieversorgers Green Planet Energy erstellt hat. Eine Verlangsamung des Zubaus um 25 Prozent würde der Studie zufolge bis 2030 Investitionseinbußen von 65 Milliarden Euro verursachen. Hinzu kämen deutlich geringere wirtschaftliche Impulse durch den Betrieb und die Wartung der Anlagen. Es sei „mit 65.000 weniger Arbeitsplätzen in der Branche zu rechnen“.
Metallische Brennstoffe als Energieträger und -lieferanten
Am ersten «International Symposium on Renewable Metal Fuels – ReMeF 2025» trafen sich über 130 Forschende aus 13 Ländern von drei Kontinenten an der OST – Ostschweizer Fachhochschule, um über eine vielversprechende Lösung für die zukünftige Speicherung grosser Energiemengen zu diskutieren: erneuerbare, metallische Brennstoffe.
Metalle als nachhaltige Energiespeicher
Die Speicherung erneuerbarer Energien ist eine der grössten Herausforderungen der Energiewende. Während Batterien für die Speicherung über Stunden oder Tage tauglich sind, fehlen bezahlbare Optionen für die Speicherung erneuerbarer Energie über Monate oder für den Transport über weite Distanzen. Forschende weltweit sehen Metalle wie Aluminium und Eisen als ideale Lösung: Sie lassen sich praktisch unendlich lange lagern, sind einfach und sicher transportierbar und nehmen bei der Produktion riesige Mengen Energie in wenig Volumen auf.
Die Überlinger Bodensee-Therme bekommt Sonnenstrom
Die Bodensee-Therme Überlingen bekommt in Zukunft Strom aus der Sonne: Auf dem Dach des Parkhauses Therme hat das Stadtwerk am See eine große PV-Anlage gebaut, die jetzt in Betrieb ging. Die Therme wird damit ökologischer – die neue Anlage spart rund 80 Tonnen CO2 jährlich ein. Die Stadt Überlingen hat den Bau finanziell mit 50.000 Euro bezuschusst.
Mit den Solarmodulen produzieren die Stadtwerke Überlingen, in deren Auftrag das Stadtwerk die PV-Anlage gebaut hat, künftig rund 150.000 Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht dem Bedarf von rund 50 Einfamilienhäusern. 90 Prozent des so produzierten Stroms gehen direkt in die Therme, schreibt das Stadtwerk in einer Medieninfo. Was nicht verbraucht wird, wird ins Stromnetz eingespeist.
Quelle: Stadtwerke am See
EU-Kommission stellt „Clean Industrial Deal“ zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Senkung der Emissionen vor
Die Europäische Kommission hat den „Clean Industrial Deal“ ins Leben gerufen, einen Plan zur Steigerung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit und zur Beschleunigung der Dekarbonisierung. Der Schwerpunkt der Initiative wird dabei auf energieintensiven Industrien und sauberen Technologien liegen.
Die EU-Kommission hat den „Clean Industrial Deal“ vorgestellt, einen Plan zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und zur Beschleunigung der Dekarbonisierung in der gesamten Europäischen Union. Die Initiative zielt darauf ab, die Energiekosten zu senken, die Industrie für saubere Technologien zu unterstützen und die Vorschriften zu straffen, um den hohen Energiepreisen und dem globalen Wettbewerb zu begegnen, heißt es in einer Online-Erklärung.
Studie: 70 Prozent weniger Stromkosten durch intelligentes Laden mit zeitvariablen Netzentgelten
Elektroautofahrer können mittags günstig Laden, wenn Strom aus Photovoltaik-Anlagen den Börsenpreis drückt. Wie viel Verbraucher durch die Einführung zeitvariabler Netzentgelte sparen können, zeigen die Ergebnisse einer neuen Studie im Auftrag von Rabot Energy.
Intelligentes Laden mit dynamischem Stromtarif und zeitvariablen Netzentgelten, die ab dem 1. April eingeführt werden, kann die Stromrechnung um bis zu 70 Prozent senken. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Intelligentes Laden“ vom Berliner Beratungsunternehmen Neon im Auftrag von Rabot Energy, einem Anbieter von dynamischen Strompreisen. Demnach können Tarife mit noch weitergehenden zeitvariablen Preiskomponenten die Stromkosten sogar auf nahezu null reduzieren. Bidirektionales Laden verstärke diesen Effekt und Elektroautofahrer könnten zukünftig sogar negative Stromrechnungen erzielen.
Photovoltaik-Montage soll dem Dachdeckerhandwerk zugeordnet werden
Handwerkskammertag und Industrie- und Handelskammer haben sich auf eine Änderung im „Abgrenzungsleitfaden“ geeinigt. Demnach sollen Arbeiten zur Installation von Photovoltaik-Anlagen, die bislang als „Minderhandwerk“ galten, künftig an eine Eintragung in der Handwerksrolle gebunden sein.
Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) meldet einen aus seiner Sicht wichtigen Erfolg in Sachen Photovoltaik-Montage. Einer Mitteilung des Verbands zufolge wird der zwischen dem Deutschen Handwerkskammertag (DHKT) und der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) vereinbarte „Abgrenzungsleitfaden“ zugunsten des Dachdeckerhandwerks geändert.