Erfolgreicher Workshop für bifaziale Solarzellen- bifiPV2020

Am 27.07.2020 und 28.07.2020 fand zum siebten Mal in Folge der Workshop für bifaziale Solarzellen, Module und Systeme statt – erstmals als Webinar und mit weit über 1000 Teilnehmern. Die Vorträge können hier eingesehen werden:

Link zu den Vorträgen

Dies ist bemerkenswert, da der initiale bifiPV-Workshop im Jahr 2012 von Konstanzer Wisschschaftlern ins Leben gerufen wurde. Damals trafen sich Photovoltaik-Experten aus aller Welt im Konstanzer Konzil, um im Rahmen des ersten bifiPV workshops die neuesten Entwicklungen im Bereich der bifazialen Solarzellen vorzustellen und zu diskutieren. Insgesamt nahmen rund 130 Teilnehmer aus 16 Ländern an dem zweitägigen Workshop teil, den das ISC Konstanz gemeinsam mit der Universität Konstanz veranstaltete. Sie präsentierten nicht nur aktuelle Forschungsergebnisse, sondern sprachen auch die Herausforderungen und Chancen an, die mit der innovativen Technologie einhergehen. So teilten die Teilnehmer etwa ihre Erfahrungen im landschaftsschonenden Einsatz bifazialer Solarzellen in Lärm- und Sichtschutzwänden und diskutierten Kriterien für einen geeigneten Messstandard.

Die Vorträge von allen 7 Workshops können hier eingesehen werden:

Link zu allen Workshops

Heute gehören bifaziale Solarmodule zum Standard-Repertoire renommierter Solarmodul-Hersteller. Richtig aufgestellt zeigen sie durch ihre rückseitige Lichtempfindlichkeit im System einen deutlichen Mehrertrag (bis zu 20% – hauptsächlich abhängig von der Reflektion des Bodens) im Vergleich zu monofazialen Solarmodulen. Die Erträge richtig vorherzusagen und geeignete Standards für die Messungen zu definieren ist alles andere als trivial und bietet nach wie vor viel Potential für den wissenschaftlichen Austausch.

Photovoltaik Pilotvorhaben auf Bestandsparkplätzen

Das Solar Cluster Baden Württemberg hat immer wieder angeregt, dass es im Sinne einer Flächendoppelnutzung und in Kombination mit E-Mobilität sinnvoll wäre, wenn es eine solare Überdachung von Parkplätzen gäbe. In der Novelle des Klimaschutzgesetzes BW ist das nun für neue Parkplätze (größer 75 Stellplätze) ab 2022 vorgesehen. In Vorbereitung dessen ist eine Förderung/Bezuschussung (für innovative Aufständerung, Technik-E-Ladeinfrastruktur, Planungskosten,…) von Pilotvorhaben auf Bestandsparkplätzen im Gespräch. Haben Sie PV-Parkplatzprojekte, die Sie bis Ende nächsten Jahres realisieren wollen. Dann melden Sie diese bitte bis zum 10. August direkt an den Geschäftsführer des SolarClusterBW, Herrn Pöter: franz.poeter@solarcluster-bw.de

6. Mainauer Nachhaltigkeitsdialog

Liebe Interessierte des 6. Mainauer Nachhaltigkeitsdialogs!

Unsere erste Online-Tagung auf der Insel Mainau ist erfolgreich zu Ende gegangen. Diejenigen unter Ihnen, die nicht live dabei sein konnten, können die Veranstaltung noch bis zum 16. Oktober 2020 unter folgenden Links ansehen:

Für Donnerstag, 16.07.2020 – Link zur Veranstaltung

Für Freitag, 17.07.2020 – Link zur Veranstaltung

Bundesregierung rechnet mit geringem Strom-Mehrverbrauch durch die Elektromobilität

Bei fünf Millionen Elektroautos steigt der Strombedarf um knapp drei Prozent, erwartet die Bundesregierung. Das Bundesverkehrsministerium erarbeitet derzeit eine neue Förderrichtlinie für den Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass für eine schnell wachsende Zahl von Elektroautos ausreichend Stromerzeugungskapazitäten zur Verfügung stehen werden. In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion beziffert die Regierung den Strombedarf von fünf Millionen Elektroautos auf 12,5 bis 15 Terawattstunden pro Jahr. Bei einem Bruttostromverbrauch von 580 Terawattstunden (2019) entspricht das weniger als drei Prozent. Die Bundesregierung verweist zudem auf das Ziel für 2030, die erneuerbaren Energien auf einen Anteil von 65 Prozent am Bruttostromverbrauch zu erhöhen.

Um den nötigen Zubau von Ladestationen sicher zu stellen, erarbeitet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) derzeit die neue Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur, die ab 1. Januar 2021 in Kraft treten soll. In diesem Zuge prüft das Ministerium momentan auch, ob und unter welchen Voraussetzungen mobile Ladestationen förderfähig sein können.

Zudem plant das BMVI mit Hilfe der verfügbaren Haushaltsmittel einen Wettbewerb „Modellquartier Ladeinfrastruktur“. In diesem Wettbewerb soll bundesweit nach Lösungsansätzen zur Schaffung von Ladekapazitäten in ausgewählten verdichteten Quartieren gesucht werden. Die Modellquartiere beziehen sich explizit auf urbane Wohngebiete mit hohem Parkdruck. Hier sieht die Bundesregierung eine besondere Herausforderung. „In einigen Fällen ist es sinnvoll, eine dezentrale Lademöglichkeit für Wohngebiete mit hohem Hochhausanteil in Form eines Schnellladeparks (Ladehub) zu schaffen“, heißt es in der Antwort.

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Quelle: https://www.pv-magazine.de

Landesregierung von Baden-Württemberg verabschiedet Novelle des Klimaschutzgesetzes

Das Gesetz sieht unter anderem eine Photovoltaik-Pflicht für Nichtwohngebäude sowie für größere Parkplätze vor. Zudem soll die Ausweisung von Flächen für Solar- und Windparks vereinfacht werden. Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg hält das Gesetz jedoch für zu ambitionslos.

Als eines der ersten Bundesländer hat Baden-Württemberg 2013 ein eigenes Klimaschutzgesetz beschlossen. Die derzeitige grün-schwarze Regierung hatte sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, das Gesetz im Hinblick auf ambitioniertere Ziele für 2030 fortzuschreiben. Nun hat die Novelle das Kabinett passiert. Sie sieht vor, dass die CO2-Emissionen des Landes bis 2030 um 42 Prozent gegenüber 1990 sinken sollen. Nach der Sommerpause will die Landesregierung das Gesetz in den Landtag einbringen.

Mit dem Gesetz hat die Landesregierung unter anderem auch die Einführung einer Pflicht für Bauherren beschlossen, bei Nichtwohngebäuden künftig Photovoltaik-Anlagen zu installieren. Das gilt auch für Parkplätze mit mindestens 75 Stellplätzen. Diese Vorgaben sollen ab Anfang 2022 gelten. Nach Schätzung des Landesumweltministeriums eignen sich achtzig Prozent der Dachflächen von Nichtwohngebäuden für Photovoltaik-Anlagen.

Um die notwendigen Flächen für den Bau von Solar- und Windparks bereit zu stellen, soll die Wirkung der entsprechenden Landesgesetze „optimiert werden“, heißt es in den Eckpunkten des Klimaschutzgesetzes. Eine Weiterentwicklung der rechtlichen Grundlagen soll geprüft werden. Zudem will die grün-schwarze Koalition eine Regelung verabschieden, die Regierungspräsidien bei Bauleitplanverfahren zur Regelung von Standorten für Erneuerbare-Energien-Anlagen gemäß § 4 des Baugesetzbuchs (BauGB) beteiligt. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Klimaschutz frühzeitig und umfassend in der Bauleitplanung berücksichtigt wird. Konkret genannt sind hier unter anderem Photovoltaik-Freiflächenanlagen ab einer Leistung von 500 Kilowatt.

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Quelle: https://www.pv-magazine.de

EU-Strommarkt: Erstmals mehr erneuerbare als fossile Stromerzeugung in einem Halbjahr

Der britische Think Tank Ember hat ermittelt, dass im ersten Halbjahr 2020 der Anteil der Erneuerbaren am europäischen Strommix bei 40 Prozent lag. Die Veränderungen sind auch auf den Nachfragerückgang infolge der Corona-Krise zurückzuführen.

Erstmals in einem Halbjahr war der Anteil der erneuerbaren Energien am europäischen Strommarkt größer als der der fossilen Energieträger. Ember, ein Think Tank zur Energiewende in Großbritannien hat ermittelt, dass die Erneuerbaren 40 Prozent Anteil am EU-Strommix erreichten. Die fossil betriebenen Kraftwerke kamen demnach im ersten Halbjahr 2020 auf 34 Prozent. „Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer 100 Prozent von erneuerbaren Energien getragenen europaweiten Energiewende“, erklärte Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE).

Die Veränderungen im Strommix sind allerdings nicht allein auf den Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Co. in Europa zurückzuführen. So sorgten vielerorts reichlich Sonnenstunden und kräftiger Wind für hohe Erzeugungsleistung der Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Hinzu kam ein spürbarer Nachfragerückgang infolge der Corona-Krise. Nach den Auswertungen von Ember legten die erneuerbaren Energien um elf Prozent im ersten Halbjahr zu. Allein Photovoltaik und Windkraft erreichten in den EU-Ländern einen gemeinsamen Anteil von 21 Prozent an der Stromerzeugung. Die höchsten Quoten seien dabei in Dänemark mit 64 Prozent, Irland 49 Prozent und Deutschland mit 42 Prozent erreicht worden. Während die Netze der steigenden Einspeisung aus erneuerbaren Energien gut standgehalten hätten, zeigten die negativen Preise die bestehende Unflexibilität von Angebot und Nachfrage, die behoben werden müssen, so Ember.

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Bosch kombiniert intelligente Wärmeerzeugung mit Photovoltaik-Anlagen von IBC Solar

Das fränkische Photovoltaik-Unternehmen kooperiert mit der Heizungsmarke Bosch. Ziel ist es, eine intelligente Energielösung mit Heiztechnik, Warmwasser, Energiemanagement und Photovoltaik in einem aufeinander abgestimmten Komplettsystem anzubieten.

IBC Solar und die Heizungsmarke Bosch kooperieren ab sofort. Ziel ist die Realisierung intelligenter Energielösungen für Wohngebäude, wobei Heiztechnik, Warmwasser, Energiemanagement und Photovoltaik in einem Komplettsystem aufeinander abgestimmt sind und perfekt zusammenspielen, wie das fränkische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Neben der Lieferung der Komponenten, der Planung und Installation der Photovoltaik-Anlage stelle IBC Solar auch sein Fachpartnernetzwerk für die Kooperation zur Verfügung.

Den Bosch-Kunden steht damit ein umfassendes Photovoltaik-Portfolio zur Verfügung, um eine umweltfreundliche Wärmeerzeugung mit Solarstrom vom eigenen Dach wirtschaftlich zu gestalten, wie es weiter hieß. „Diese Kooperation zeigt, dass Strom und Wärme näher zusammenrücken und das besonders die Photovoltaik im Rahmen des neuen Gebäude Energie Gesetzes (GEG) ein großes Potenzial bietet“, sagte Andreas Grey, Vertriebsleiter Deutschland bei IBC Solar.

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Erstes Photovoltaik-Faltdach über Parkplätzen in der Schweiz installiert

Der erzeugte Solarstrom wird für den Eigenverbrauch des Parkplatzes einer Luftseilbahn genutzt, auf dem sich auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge befinden. Die Installation der von DHP Technology entwickelten Lösung erfolgt per Plug-and-Play-Prinzip.

Kürzlich ist das erste Solarfaltdach „Horizon“ der Firma DHP Technology über einer Parkfläche in der Schweiz installiert worden. Es erstreckt sich über eine Fläche von etwa 4000 Quadratmetern, auf der sich 152 Parkplätze für Besucher der Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg im Appenzellerland befinden, und hat eine Gesamtleistung von rund 420 Kilowatt. Rund 2,5 Jahre Planung und 13 Monate Bauzeit waren der Fertigstellung vorausgegangen. In Kombination mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge stellt das Solarfaltdach das perfekte Bindeglied zwischen ökologischer Mobilität, lokaler CO2-freier Stromproduktion und der doppelten Nutzung versiegelten Bodenflächen dar, wie es vom Unternehmen weiter heißt. Der erzeugte Solarstrom werde für den Eigenverbrauch vor Ort genutzt.
Der erzeugte Solarstrom wird von der Luftseilbahn zum Eigenverbrauch genutzt.

Die Fertigung des Photovoltaik-Faltdachs erfolgt am Schweizer Sitz von DHP Technology in Zizers. Das Unternehmen verfüge über einen hochautomatisierten Prozess, um die Solarfaltdächer zusammenzubauen, erklärte ein Sprecher auf Nachfrage von pv magazine. Technologisch setze das Schweizer Unternehmen dabei auf mono- und polykristalline Solarzellen in Kombination mit glasfreier Laminatstechnologie. „Das Solarfaltdach ist ein absolutes Leichtgewicht, da wir eine glasfreie Solarmodultechnologie einsetzen. Die Installation ist einfach und erfolgt nach dem Plug & Play-Prinzip“, so der Sprecher weiter. Die Kosten für die Photovoltaik-Installation gibt er mit etwa 2400 Euro pro installiertem Kilowattpeak an.

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Baden-Württemberg kündigt Bundesratsinitiative zur Regelung für Post-EEG-Anlagen an

Für 30.000 kleinere Photovoltaik-Anlagen endet in Baden-Württemberg die EEG-Vergütung bis 2025, deutschlandweit sind es sogar 200.000. Landesumweltminister Untersteller will nach der Sommerpause eine Initiative im Bundesrat starten und Vorschläge für eine einfache Anschlussregelung für den Weiterbetrieb machen.

Der Weiterbetrieb von kleineren Photovoltaik-Anlagen und älteren Windrädern, für die ab 2021 die EEG-Vergütung ausläuft, ist nach Ansicht von Baden-Württembergs Grünen-Umweltminister Franz Untersteller akut gefährdet. So gebe es noch keine Vorschläge von der Bundesregierung, wie es nach dem Ende der EEG-Förderung mit diesen Anlagen weitergehen soll. Nach der Sommerpause wolle Untersteller daher mit einer Initiative im Bundesrat Vorschläge unterbreiten, wie er am Montag ankündigte.

„Es wird höchste Zeit, dass wir uns darum kümmern. Aussitzen ist keine Lösung“, erklärte Untersteller. Allein in Baden-Württemberg drohe in den kommenden fünf Jahren 30.000 kleineren Photovoltaik-Anlagen das Aus. In ganz Deutschland seien rund 200.000 kleinere Photovoltaik-Anlagen betroffen, deren EEG-Förderung ende.

Die momentane Regelung im EEG sieht vor, dass sich die Betreiber nach Ende der Förderung einen Abnehmer für ihren Strom suchen müssen. Wenn Sie einfach wie bisher weiter einspeisen, könnten sie von den Netzbetreibern als „wilde Einspeiser“ belangt werden. Ein Abnehmer – in der Regel Direktvermarkter – würde allerdings Umbaumaßnahmen von den Betreibern einfordern, etwa den Einbau eines intelligenten Messsystems für die vorgeschriebene 15-Minuten-Messung und Entgelte für die Vermarktung des Stroms an der Börse erheben. Je kleiner die Photovoltaik-Anlagen sind, umso unattraktiver wird diese Regelung wegen der erheblichen Kosten.

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Jinko Solar meldet 24,79 Prozent Wirkungsgradrekord für monokristalline n-type-Solarzellen

Der chinesische Photovoltaik-Hersteller hat einen Weltrekord für eine großformatige, kontaktpassivierte Solarzelle erzielt. Das vom Institut für Solarenergieforschung in Hameln bescheinigte Ergebnis übertrifft den bisherigen Rekord des Unternehmens um fast 0,6 Prozent.

Jinko Solar hat eine Effizienz von 24,79 Prozent für seine n-type, monokristallinen Topcon-Solarzellen erreicht. Nach Angaben des chinesischen Photovoltaik-Unternehmens ist das vom deutschen Institut für Solarenergieforschung in Hameln (ISFH) zertifizierte Ergebnis ein Weltrekord für eine großformatige, kontaktpassivierte Zelle. Jinko Solar brach seinen eigenen Rekord vom Januar, als es einen Wirkungsgrad von 24,2 Prozent erzielte.

Im Mai 2018 hatte die beste Solarzelle von Jinko Solar noch einen öffentlich vermeldeten Wirkungsgrad von 23,95 Prozent, 23,45 waren es im November 2017. Diese Meilensteine wurden beide vom Qualitätsprüfzentrum für Photovoltaik- und Windkraftanlagen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften zertifiziert.

Die neueste Jinko Solar-Rekordzelle besteht aus einem 267,72 Quadratzentimeter großen monokristallinen Siliziumsubstrat, das nach der Czochralski-Methode gezüchtet wurde. Der Photovoltaik-Hersteller gibt an, mehrere Technologien angewandt zu haben, um das Ergebnis zu erzielen, darunter die Passivierung von Kontakten, ein fortschrittliches Diffusionssystem, Oberflächenpassivierung und eine fortschrittliche Antireflextechnik. Auch Material-Upgrades seien in den Zellprozess integriert worden. „Die rekordverdächtige monokristalline Solarzelle wird nach und nach in der Produktherstellung eingesetzt werden“, erklärte Jinko Solar weiter.

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Quelle: https://www.pv-magazine.de