Der 52-Gigawatt-Deckel für Photovoltaik fällt – Einigung bei Windkraft erreicht

Die schwarz-rote Koalition einigt sich auf neue Abstandsregeln für die Windenergie an Land. In der Folge kann endlich auch der 52 Gigawatt-Deckel für die Photovoltaik aus dem EEG gestrichen werden. Bei Grünen-Politikern und Energieverbänden herrscht große Erleichterung. Allerdings ließ Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier noch offen, wie zügig die Abschaffung nun umgesetzt wird.

Nach langen Verhandlungen hat sich die Bundesregierung auf eine Regelung für Mindestabstände von Windrädern an Land zur Wohnbebauung geeinigt. Das haben die Vize-Fraktionschefs Carsten Linnemann (CDU) und Matthias Miersch (SPD) gegenüber der dpa bestätigt. Damit ist der Weg frei für die Aufhebung des 52-Gigawatt-Deckels für die Photovoltaik im EEG. Denn mit der Einigung kann nun ein Klimaschutzpaket Gesetz werden, das die Beschränkung des Photovoltaik-Ausbaus unter dem EEG auf 52 Gigawatt aufhebt. Ein solches Limit war mit der EEG-Novelle 2011 beschlossen worden. Es sieht ein Ende der Förderung für alle Photovoltaik-Anlagen bis 750 Kilowatt beim Erreichen der Marke vor.

Beim gegenwärtigen Zubau wäre die 52-Gigawatt-Schwelle wohl spätestens im Herbst erreicht worden. Sie hatte die Stimmung der deutschen Solarindustrie zuletzt erheblich gedrückt. Dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) zufolge hatte sich der Geschäftserwartungsindex zwischen Januar und April dieses Jahres halbiert.

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EuPD Research: 52-Gigawatt-Deckel kostet mehr als 18.000 Photovoltaik-Jobs

Ohne die Streichung des Solardeckels droht laut EuPD Research in der Photovoltaik-Branche der Verlust jedes zweiten Arbeitsplatzes. Ohne Deckel hingegen wäre die Beschäftigungsdynamik weiter positiv.

Mit den Folgen des 52-Gigawattdeckels hat sich EuPD in den vergangenen Monaten intensiv befasst. Auf die negativen Folgen für die Investitionsbereitschaft von Privathaushalten sowie für die Umsätze mit Photovoltaik-Anlagen und Speichern hatten die Bonner Marktforscher bereits hingewiesen. Jetzt melden sie sich mit einer Prognose für die Beschäftigungssituation in der deutschen Solarbranche zu Wort. Demnach steht – wenn nach Erreichen des 52-Gigawatt-Deckels die Photovoltaik-Neuinstallationen dramatisch einbrechen – kurzfristig der Abbau von mehr als 18.000 Arbeitsplätzen bevor.

EUPD Research weist darauf hin, dass die deutsche Photovoltaik-Branche seit einigen Jahren wieder steigende Installationszahlen und damit einhergehend eine positive Beschäftigungsdynamik verzeichnet. Mittlerweile seien in der Branche mehr als 29.000 direkt Beschäftigte tätig. Diese positive Entwicklung werde durch den 52-Gigawatt-Deckel nicht nur beendet, sondern in ihr Gegenteil verkehrt: Es müsse mit einem Abbau von mehr als der Hälfte der heute bestehenden Arbeitsplätze bis Ende des Jahres 2021 gerechnet werden. Ohne Deckel hingegen sei von einem deutlichen Wachstum um rund 7700 Arbeitsplätze auf insgesamt knapp 36.800 direkt Beschäftigte im Jahr 2021 auszugehen. Im direkten Szenario-Vergleich für 2021 bedeute dies eine Differenz von 18.100 Arbeitsplätzen beziehungsweise eine Verringerung um 49 Prozent. Zudem gehe damit ein direkter Umsatzrückgang der deutschen Solar-Branche von mehr als drei Milliarden Euro einher.

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So geht Klimaschutz mit Wasserstoff

Kommt sie diesmal wirklich, die Wasserstoffwirtschaft? Vor-Ort-Versorger, Gaswirtschaft und nun auch die Bundesregierung – alle sind sich einig, dass die Energiewende auf die Elektrolyse hinauslaufen wird. Werden die 2020er das, was die 1990er für die Photovoltaik waren? So kann es gehen.

Alle sind für Wasserstoff. Greenpeace Energy erhofft sich die lokale Vollversorgung aus erneuerbaren Energien. Gasgrid Europe will sein Geschäftsmodell weiterführen und Siemens Elektrolyseure verkaufen. Und die Bundesregierung? Sie promotet ihre Wasserstoffstrategie. Die politische Logik: Wir nutzen die bestehende Erdgasinfrastruktur weiter und tun etwas für Maschinenbau und Komponentenhersteller. Und wenn wir erneuerbare Energien gasförmig aus Nordafrika importieren, gibt es weniger Ärger mit Windkraftgegnern in Deutschland. Mit all diesen Argumenten ist stark zu vermuten, dass der aktuelle Wasserstoffboom gekommen ist, um zu bleiben.

Ein bisschen mehr als die letzte Meile der Energiewende

Bisher galt oft, dass Wasserstoff vor allem auf den letzten Metern der Energiewende benötigt wird, als Beitrag zur Dekarbonisierung, nachdem die sogenannten low-hanging fruits geerntet wurden. Die Wasserelektrolyse zur Herstellung des geruchslosen Gases unter Einsatz von Strom (aus erneuerbaren Energien) und Wasser galt lange als zu teuer und ineffizient – und von daher als zweitbeste Lösung, wenn eine direkte Elektrifizierung nicht reicht. Die Debatte hat sich jedoch weiterentwickelt: Es scheint mittlerweile realitätsfern, erst bis 2050 eine Volkswirtschaft ohne Treibhausgasemissionen anzustreben. Wenn wir weitermachen wie bisher, haben wir bis 2030 unser CO2-Budget mit Blick auf das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens verbraucht. Die letzte Meile der Energiewende muss also näher rücken.

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Fraunhofer ISE erforscht Herstellung von klimaneutralem Methanol auf Basis von Wasserstoff

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE betreibt eine Forschungsanlage zur Methanolsynthese. Der Schwerpunkte des neuen Forschungsprojektes liegt auf dem dynamischen Reaktorbetrieb sowie auf dem Umgang mit unkonventionellen Gaszusammensetzungen aus der Kopplung von Elektrolyse-Wasserstoff mit CO2-haltigen Gasströmen.

Mit einer Jahresproduktion von über 100 Millionen Tonnen ist Methanol heute eine der wichtigsten Basischemikalien weltweit. Die konventionellen Herstellungsprozesse basieren auf fossilen Rohstoffen wie Erdgas, Kohle oder Erdöl. Die Methanolsynthese, also die Herstellung von Methanol aus Wasserstoff und CO2, könnte eine klimafreundliche Alternative sein: Im Rahmen so genannter Power-to-Liquid-Verfahren hat sie das Potenzial, CO2 beispielsweise aus Biomasse zu binden. Das entstandene Methanol ist damit klimaneutral.

Seit Dezember 2019 betreiben die Freiburger Fraunhofer-ISE-Forscher eine Miniplant-Anlage zur Methanolsynthese, die sich durch eine zeitlich und räumlich hochauflösende Messtechnik auszeichnet. Installiert wurde sie im Rahmen des Projekts „Power-to-Methanol – Grünes Methanol“, das vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert und von der Dechema e. V. geleitet wird. „Ziel des Projekts ist eine wissenschaftliche und wirtschaftliche Betrachtung der Machbarkeit einer Methanolsynthese aus erneuerbaren Energien und biogenem CO2 aus einer Bioraffinerie zur Herstellung von erneuerbarem Ethanol«, erklärt Projektleiter Max Hadrich, Teamleiter Power-to-Liquids am Fraunhofer ISE. Als industriellen Partner sind die Crop Energies AG als Mitglied der Südzucker-Gruppe, der Spezialchemiekonzern Clariant sowie die Thyssenkrupp Industrial Solutions AG mit an Bord. Akademische Partner sind die Fraunhofer-Institute IGB und Umsicht sowie die TU Bergakademie Freiberg.

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6. Solarbranchentag: Photovoltaik im Südwesten stärker ausbauen

Fachleute zeigen Chancen für Hauseigentümer, Kommunen und Unternehmen auf. Umweltminister Untersteller erster Redner

Der Ausbau der Photovoltaik steht im Zentrum der Klimaschutzbemühungen in Deutschland und weltweit. Wie der Südwesten seinen Solarstromanteil künftig stärker als bislang erhöhen kann, ist am 24. Oktober 2019 das Thema des Solarbranchentags Baden-Württemberg in Stuttgart. Experten zeigen Hauseigentümern, Städten, Gemeinden und Unternehmen, wie sie Solarstrom profitabel erzeugen und nutzen können. Weitere Schwerpunkte der Veranstaltung sind der Beitrag der Photovoltaik für die Sektorenkopplung, neue Geschäftsmodelle und die Chancen für baden-württembergische Unternehmen. Auf dem Kongress diskutieren Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Verbänden, Unternehmen und Kommunen außerdem über notwendige Anpassungen der Rahmenbedingungen für eine dauerhaft positive Entwicklung. Umweltminister Franz Untersteller hält den Eingangsvortrag. Organisiert wird die Veranstaltung bereits zum sechsten Mal von der Branchenvereinigung Solar Cluster Baden-Württemberg und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Die Veranstalter erwarten rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Land.

Weitere Informationen im Internet unter https://solarcluster-bw.de/de/veranstaltungen/solarbranchentag-2019/.

Der Ausbau der installierten Solarstromleistung ist in Deutschland im Oktober 2019 auf rund 48 Gigawatt gestiegen. Im Südwesten sind es inzwischen rund sechs Gigawatt. Das reicht jedoch noch nicht aus, um die Klimaschutzziele von Bundesregierung und Landesregierung zu erreichen. Dazu muss die Photovoltaik mindestens um den Faktor vier ausgebaut werden. Vorbehalte in der Bevölkerung gegenüber einem solchen Vorhaben gibt es nicht: Photovoltaik genießt bei der Mehrzahl an Bürgern ein hohes Ansehen. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft hat dieses Jahr ergab, dass die Solarenergie mit einer Zustimmung von 71 Prozent das beliebteste Klimaschutzinstrument ist. Die große Mehrheit der Bundesbürger erwartet von der Bundesregierung zudem weiterhin die Förderung neuer Solaranlagen.

Quelle: https://solarcluster-bw.de

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Prognosen für die Photovoltaik-Leistung im 21. Jahrhundert

Ein Forschungsteam der slowenischen Universität Ljubljana hat eine neue Methodik zur globalen Klimaklassifizierung vorgeschlagen. Hauptziel ist die Bewertung der Leistung von Photovoltaik-Projekten. Der Studie zufolge hat die Atacama-Region in Chile die weltweit höchste Sonneneinstrahlung, die Region mit der höchsten Performance Ratio liegt jedoch in der Nähe von Moskau.

in Forschungsteam der slowenischen Universität Ljubljana hat eine neue Methodik vorgestellt, die Prognosen für die Photovoltaik-Leistung im 21. Jahrhundert erlauben soll. Das in dem Papier „Methodology of Köppen-Geiger-Photovoltaic climate classification and implications to worldwide mapping of PV system performance“ dargestellte System basiert auf dem Köppen-Geiger-Klimaklassifizierungssystem und unterteilt den Globus in zwölf Zonen. Diese Zonen hat das Forscherteam mit vier Photovoltaik-Indikatoren – Sonneneinstrahlung, Wetterdaten, lokale Bedingungen und Photovoltaik-Moduldaten – kombiniert und mit Hilfe des Klimawandelszenarios „SSP5-8.5“ auf das Jahr 2100 projiziert. Dieses Szenario stammt vom Institut Pierre Simon Laplace, einer Gruppe von neun Laboratorien, die Forschungen auf dem Gebiet der Klimaforschung durchführen.

Die Wissenschaftler behaupten, dass zwar dank Tausender bodengestützter Messungen, die in große Datensätze integriert sind, Daten für Temperatur und Niederschlag verfügbar sind, aber ähnliche Sammlungen von Datenpunkten für die Sonneneinstrahlung entweder nicht existieren oder sich auf die nördliche Hemisphäre beschränken, wo sich die meisten Bodenstationen befinden. Um diese Lücke zu schließen, hat das Team globale horizontale Bestrahlungsdaten aus dem auf einer Reanalyse basierenden ERA-Interim-Datensatz des European Center for Mediumrange Weather Forecasts übernommen.

Quelle: www.sonnenseite.com

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ISC Konstanz unterstützt Solar Team Eindhoven beim Bau eines 5-sitzigen familientauglichen Solarautos

NEWSLETTER 26: THIS IS STELLA VIE!

We are very proud to present you Stella Vie! For the first time, we have built a solar-powered family car for 5 persons! It is the most efficient family car ever built. And as you can see, she is superduper sexy. We have a beautifully curved roof with 5 m² of solar cells. This is 1 m² less than Stella and Stella Lux. Yet, we can still drive 1000 km on one full battery on a Dutch summer day, enough to drive you all the way from Eindhoven to the south of France.
Are you wondering how we achieved that? It is all about optimizing the efficiency of Stella Vie. One of the most important factors is the aerodynamics of the car. We have improved the aerodynamic shape with 9 percent compared to Stella Lux, and even 20 percent if you would compare it to Stella……..

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